Es schellt. – Emil kommt ins Zimmer geschlichen. »Olly, Köppert ist da. Willst du ihn sehen?« Sie nickt.
»Darf ich?« fragt Köppert, ehe er eintritt.
Ein heiseres, kaum hörbares »Ja«.
Er setzt sich ihrem Sofa gegenüber. Beide sind still. Ollys Augen ruhen auf ihm. »Mir ist bang,« sagte sie völlig stimmlos. Es klingt gleichgiltig und ohne Ausdruck.
Köppert kann nicht ruhig bleiben. Er ist bleicher geworden, seine hagere Gestalt dehnt und dreht sich gewissermaßen. Diese ausdruckslose Verzweiflung hat es ihm angethan. »Ich habe Ihnen da was mitgebracht,« sagte er – »ein Seelchen – etwas, was Sie nicht kennen – wetten? –« Er zieht ein Pappschächtelchen aus seiner Tasche, hält es vorsichtig in der Hand. In die Pappe sind Löcher gebohrt.
»Lebendig?« fragt Olly. Er nickt.
»Ein Vogel?«
»Beinah. Passen Sie auf, ob Sie's kennen.« Vorsichtig öffnet er die Schachtel und nimmt ein in ein Leinwandläppchen gewickeltes graues Wesen heraus.