»Na, Köppert ist ein riesig guter Mensch,« erwiderte Mimm.


Was war alles geschehen und durchgekämpft, als Köppert am andern Tag kam!

Er versuchte zu klingeln. Die Klingel gab keinen Laut von sich. Sie hatte ihn gebeten zu kommen und er war gekommen und ging nicht wieder. Sollte sie umsonst warten?

Er klopft. Niemand hört. Er lauscht, klopft wieder – da – in der Küche wurde geklappt und gewirtschaftet. Er klopft von neuem. Jetzt kommt jemand. Die Köchin öffnet und schaut ihn verblüfft an.

»Was soll das?« fragt er.

»I mein' schon, Herr Köppert, daß Sie heut' net herein können. Die Nacht ist's so viel schlimm gegangen. Der Doktor hat sie schneiden müssen – ja. Weiß net, was das noch werden mag. An silberns Röhrel hat er ihr in 'n Hals gesteckt. Reden kann s' nimmer. Der Emil sagt: ›Dauern kann s' noch lang‹. Aber i mein' schon, a Freud' wird s' nimmer viel dran hab'n.«

Köppert stand regungslos.

»I mein' schon,« fing die Köchin wieder an und sah auf den hageren, starren Menschen.

»Gehen Sie, sagen Sie, daß ich da bin.«