Köppert schlich an ihm vorüber.


Es war alles vorbei, der Tod und das erste Entsetzen, die schreckliche Kiste mit dem Zinnsarg, die Reise – alles.

Über Ollys armen Mimm waren die Wogen zusammengeschlagen, und Köppert saß zu Hause mit seiner Mutter – allein. Die alte Frau strickte.

»Ich erfahr' da,« sagte sie, »du bist bei einer Verbrennung mit dabei gewesen? Durch fremde Leute natürlich erfahr' ich's.«

Köppert saß müde gearbeitet, stumm, und schnitzelte gedankenlos an einem Stückchen Holz. Das fahle, starke Haar, das sein Kamerad geliebt hatte, das unregelmäßige Gesicht, die klugen grauen Augen, die feste leichte Gestalt – die Arbeitskraft von früh bis abend – alles wie zuvor – aber eine Verdrossenheit – eine so schwere Verdrossenheit.

»Du,« sagte die alte Frau, weil sie keine Antwort bekam, noch einmal, »wie war's denn? Es soll ja greulich sein.«

»Gar nicht,« sagte er kurz.

»Du sollst ja alles gemacht haben, alles, und wie sie die Kiste zum Bahnhof gebracht haben. Also eine wirkliche Kiste, – da warst du auch dabei. Wie kommst du denn dazu?«

»Einfach« … Er sprach nicht aus, ging im Zimmer auf und nieder, fuhr sich durch den Haarschopf und zuckte mit den Schultern.