»Das ist viel gesagt. Dümmer meinst du wohl – danke.«
»Du weißt's schon, wie ich's meine.«
So fuhren die beiden jungen Leute plaudernd miteinander hin, dem Ziele zu.
»Gottlob,« sagte er, »daß es außer meiner Mutter für mich noch ein Weib giebt und dazu ein junges Weib, mit dem man reden kann, ohne Furcht vor den verdammten Liebesgeschichten. Daß das euch Weibern so in den Gliedern steckt! Es ist wirklich greulich.«
Sie errötete bis unter die Haarwurzeln.
»Also abgemacht,« sagte er, als er nach kurzem Auf- und Niedergehen auf dem Perron der kleinen Station in ein leeres Coupé zweiter Klasse stieg. »Wenn ich einen Schatz hab', bist du die erste, die's erfährt, und gefällt er dir nicht, verabschieden wir ihn.«
»Die Abmachung möcht' ihr nicht gefallen, wenn sie's wüßte,« sagte das junge Mädchen.
»I was? Übrigens sei ruhig, du sagtest vorhin mit den Strümpfen – ich paß schon auf.«
»Du hast diesmal zwei einzelne mitgebracht.«
»Teufel auch. Da sind die Waschweiber schuld daran. Ich werd' ihnen schon auf die Finger sehen. Verlaß dich drauf.«