»Klimpern gehört zum Handwerk,« sagte das Altchen vergnügt und behaglich. Sie amüsierte sich.

Die Frau vom Hause, ihr Erwin und der sparrige Mensch waren über den Roman eines bekannten Schriftstellers hergefallen, der sie alle drei entrüstete. Gastelmeier kannte ihn auch, es war nichts Erwähnenswertes daran; aber der Autor war berühmt. Eine höchst einfache Thatsache, die aber die drei Eifrigen in die größte Wut versetzte, so daß sie nach allen Regeln der Kunst zuerst das Machwerk gründlich abschlachteten, und, als da nichts mehr zu thun übrig blieb, ihr großer Zorn aber noch nicht gestillt war, sich über den Autor selbst hermachten.

Erwins Kollege hatte das aufgebracht. Sie begannen den Autor selbst zu schlachten. Und dieser Autor war ein wohlbeleibter, soignierter Lebemann, ein vornehmer Mensch, dem es im Leben vortrefflich erging. Das amüsierte die drei außerordentlich. Sie zerteilten ihn in Stücke und bestimmten diese zu verschiedenen Gerichten. Emil lachte aus vollem Halse, auch Olly amüsierte sich. »Er verdient's nicht anders, wahrhaftig, er verdient's nicht anders,« sagte sie.

»Aber die Augen, seine Fischaugen, was machen wir mit denen?« rief Emil strahlend.

»Solche Fischaugen sind zu nichts zu brauchen, das ist Abfall!«

»Bravo!« sagte die Dame des Hauses und konnte sich vor Lachen kaum aufrecht erhalten.

Gastelmeier war entrüstet. So ein fanatisches Weib! Er konnte auch den Witz von der Sache nicht einsehen. Eine Roheit – nichts andres! Und Olly, das junge Mädel, lachte mit. Er wendete sich zu ihr und fragte: »Weshalb lachen Sie eigentlich?«

»Weil es komisch ist,« bekam er zur Antwort.