»Ein Malermadel,« antwortete sie.

»Das Madel von ein Maler, oder malst selbst?«

»Ich mal' schon selbst.«

»Da ist net viel bei dir zu holen! Malermadl? A verschmierte Leinwand, an Zahnbürschtel, wanns eins hast, a Malschürzen und a schlecht's Gwandl – dein best's hast' an, net?«

»Geltens,« sagte Olly mit lachenden, strahlenden Augen. »Morgen kommt schon einer zu uns, wenn auch du net.« Sie wandte sich vom Pseudo-Gerichtsvollzieher lachend zu Gastelmeier. »Es kommt wirklich einer, komisch.« Gastelmeier sah sie ganz verblüfft an.

»So,« sagte die Maske. »Da nimm dich in acht, daß er dich nicht mitnimmt, du mit deinen unsinnigen Augen, wann ich käm', das wär' das erste.«

»Geltens,« sagte Olly wieder, »das sollte dir aber net übel bekommen.«

»Sehr einfach,« meinte die Maske zu seinem Genossen gewendet, »da müssen wir zu diesem kleinen Teufel unsern dressierten Löwen mitbringen.« Darüber lachte Olly wieder unbändig. Sie lachte über alles.