Dann ging sie im Zimmer auf und nieder, ganz nachdenklich und nahm dann wieder das Opernglas.

Die Dämmerung brach herein und am Himmel drohten schwarzblaue Wolken zu neuem Regenguß.

Es kam ein Nachtrab.

Vielleicht erst jetzt das Wahre! Auch der Wind hatte sich wieder erhoben. Die Leute rannten schon mit aufgespannten Regenschirmen.

Des Mädchens ganzes Benehmen wurde ein unruhiges; etwas Unschlüssiges lag in ihren Bewegungen.

Sie wanderte weiter im Zimmer auf und ab.

Jetzt öffnete sie den Schrank, griff nach dem Hut, band ein Schleierchen vor, vorsichtig huschte sie aus dem Zimmer; draußen nahm sie ihren Regenmantel um, ging dann zur Korridorthür hinaus, und unter dem Regenschirm gerad über das aufgewühlte nasse Erdreich. Mit einem leichten blitzschnellen Niedertauchen hatte sie etwas ergriffen und schüttelte sich vor innerem Ekel.

Sie schaute sich ängstlich um und vor der Hausthür blieb sie wieder aufatmend stehn.

Wie ihr das Herz schlug!

Aber, was sie wollte, hatte sie. Und etwas später wäre sie von den Arbeitern überrascht worden.