Sie hörte sie kommen, auch der Kapuziner war unter ihnen.
Sie murmelten und lachten; der Kapuziner hatte etwas Drolliges gesagt, wie es schien. Sie waren alle sehr guter Laune, denn sie hatten während des Regens im nächsten Gasthaus eins getrunken.
Durch die enge Jungfernturmgasse, die auf den Platz mündet, kam ein Leichenwagen gefahren, und stand bald vor dem kleinen Totenfeld.
Isolde hielt den Schädel unter dem Regenmantel verborgen.
Unausgesetzt dieses Ekelgefühl und das Grausen — auch ein Gefühl der Schuld, so geheimnisvoll anziehend, wie aus einer andern Welt.
Die Kisten wurden von den Arbeitern gelupft und in den Wagen geschoben.
„Fahrt hin, ihr nassen Deiwel,“ sagt einer.
„Herrschaft, seid’s ihr schwer!“ ein anderer. „Die haben sich zu guter Letzt noch tüchtig eins angedudelt.“
Isolde drückte sich voller Grauen eng an die Hausthür an und erst als der gefüllte Leichenwagen dumpf davon rollte, trat sie ein.
„Du bleibst eben bei mir“, sagte sie warm und trug ihren sonderbaren Schatz die Treppe hinauf.