Oben angekommen, warf sie Hut und Mantel ab und ging mit dem Schädel in der Hand in die Küche.

Die Magd kreischte auf. Sie kreischte, ohne aufzuhören. Isolde kehrte sich nicht daran und hielt den Schädel unter den Strahl der Wasserleitung.

„Das erfrischt,“ sagte sie gutmütig.

Frau Doktor Frey bügelte mit ihrer ältesten Tochter im Nebenraum.

Auf das Geschrei des Dienstmädchens kamen sie herbei.

„Isolde!“ schrie auch Frau Doktor Frey außer sich.

Isoldes Schwester verbarg das Gesicht in der Schürze, und wagte gar nicht aufzusehen.

„Schön ist er doch!“ meinte Isolde gemütsruhig. Sie hob den Schädel mit beiden Händen hoch.

„Daß du mir jetzt mit dem Ekel gehst! In der Küche so ’ne Schmutzerei! — Pfui Tausend!“

„Wir haben ja doch alle so einen unter dem Gesicht — was ist da weiter?“