„Die Adepten sind ganz harmlose Leute,“ meinte Frau Lu. „Ja, aber was thut das, ich weiß, es ist nicht gut.“
„Ich sage dir, die Oriflamme wird so lang mit deinem guten Mann kokettieren, bis sie finden wird, daß sie sich kompromittiert hat, dann werden die beiden Vestalinnen, die Flamme und die Governeß, Lärm schlagen. Du und dein Mann seid viel zu harmlos für solche Menschen.
So eine Jungfrau ist jeden Augenblick bei ihr ‚j’y pense‘. Spricht er von ein Stuhlbein — — sie versteht von ihr Bein und ist empört —
O, diese älteren Jungfrauen mit ihr ‚j’y pense‘!“
Jetzt traten sie durch eine grüne Gartenthür mit grünüberwachsenem Bogen.
Frau Lu begrüßte hier als Wirtin ihre Begleiter, Doktor Frey, Henry Mengersen, auch Isolde, die während des ganzen Wegs sehr stille war und gern zurückgeblieben wäre, wenn sie es hätte möglich machen können.
Sie war den ganzen Weg nicht von Mrs. Wendlands Seite gegangen.
„Wie schön!“ sagte Isolde. „Wie entzückend!“
Es war das erste Mal, daß sie heute lebendig wurde.
Frau Lus Garten war wohl eigenartig genug. Ein Stück Wald, kräftige kleine Tannen und hin und wieder ein schöner hoher Baum. Der Waldboden: Heide, die sich schon zum Blühen anschickte. Und mitten in diesem Heideboden Rosenstöcke, Levkojen, Feuerlilien. Neben einer kleinen dichten runden Tanne ein blühender Mohnbusch, von dem großblumigen, mächtigen.