Und jetzt nimmt das müde, arme kindliche Weib ihr Büchel vom Konsumverein und berechnet, wie viel das, was sie geholt hat, zu Neujahr an Zinsen — Steuern nennt sie’s — geben wird.

Und da ergiebt es fast zwanzig Mark.

„Das hat einmal ausgegeben!“ Da lächelt sie — lächelt — lächelt.

Ja, und die Geschichte mit dem Konsumverein macht ihr mehr Eindruck, als die ganze Erbschaft und das ganze Erträgnis der fabelhaften Berliner Häuser.

Hier ist es ihr nah getreten, hier ist ihr Glück ihr begreiflich geworden.

Und sie sitzt und träumt sich in ihre eignen Gefühle hinein und wundert sich.

Ja, da hat sie doch eigentlich recht schwer und unglücklich gelebt — recht unglücklich! War ihr denn das nie recht ins Bewußtsein gekommen?

Sehr deutlich nie.

Alles dumpf, ganz dumpf.

Aber eben das Dumpfe, das ist das Schreckliche, das Menschabgewandte.