„Recht geschäh’s ihm!“ meinte Marie; „das, wenn der Vater erfährt!“
Mama gedachte einer Nacht im vorigen Jahr, als er ihr schon einmal so nach Hause gekommen.
Sie war eben dabei gewesen, ihrem Mann den schwarzen Kaffee zu kochen und bebte in Todesangst, daß Karl noch nicht daheim war.
Da kam er, das heißt, er versuchte zu kommen. Und wie heute war sie die Treppe hinuntergelaufen und hatte sich dann den Vater zu Hilfe holen müssen.
Sie hatte gefürchtet, der würde ihn kurz und klein hauen.
Merkwürdigerweise nichts davon.
Im Benehmen ihres Mannes hatte sie, zu ihrem höchsten Erstaunen, eine gewisse Rührung konstatieren müssen.
Nie hatte sie ihn so sorgsam gesehn, bei keiner der vielen Krankheiten im Haus war er so hülfreich gewesen, so sachverständig.
Wie er ihr zur Hand ging, wie behutsam er Karl ins Bett half.
So viel Gemüt wie damals, hatte er bei keinem Familienereignis entfaltet.