Ide, glaub mir, ich würde klug aus Liebe. — Ganz gewiß — ich weiß.

Was er Schönes hat, verschweigt er vor mir. Nichts was er denkt, sagt er mir. Wir sind ganz getrennt.“

Sie klagt rührend in die Erde hinein.

Das alles hörte und sah Isolde im Geiste wieder vor sich, so lebhaft, so ergreifend, wie eben erst geschehen.

Sie sah sich selbst, wie sie unbeweglich neben ihrer Schwester kniete.

Und was Marie sprach, schluchzte sie immer noch wie in die Erde hinein: „Ein ganz einsamer Mensch ist nicht einsam, aber ich bin so einsam!

Glaubst du, daß er Mitleid mit mir hat?

Nein sag ich dir! Gar nicht — keine Spur.

Es muß halt so sein, denkt er. Das ist ganz in der Ordnung so. Dafür ist sie eine Frau. Er denkt ich brauche nichts andres — essen, trinken — und sein Weib sein.

Ach was sich so ein Mann denkt — so ein fremder Mann. Und dann glaubt er, daß er unsinnig geduldig zu mir ist, wenn er mich einmal anhört. Aber seinem Gesicht seh ich’s an. — Er ist immer schon mit allem fertig. Einfach meint er, das gehört so mit dazu, daß ich klage.