Marie weinte trostlos und Isolde wußte nicht, was sie sagen und fühlen sollte.
Es war so peinlich.
„Ide,“ schluchzte Marie, „er kann mich doch gar nicht lieb haben! Wie kann er denn? Er weiß ja wie es war, wie entsetzlich! — er weiß doch alles.
Ide, wenn das Liebe ist!“
Marie schrie wie entsetzt auf und warf sich ins Gras, und lag mit dem Gesicht an die Erde gedrückt, hörte und fühlte und sah nichts vor Weinen.
Isolde kniete neben ihr.
„Sterben, zu Tode gerissen und gemartert werden — alles, wenn es sein muß! alle Qual — alle Todesangst — und alles — alles — alles! — aber Ide, — er ist ja nicht mein Freund!“
Diese arme wehe Stimme! Isolde hörte sie jetzt noch mit voller Deutlichkeit.
„Nichts bin ich ihm! Gar nichts! das, was ich ihm bin, haß’ ich!
Ich weiß, ich bin dumm — ich weiß! — aber, wenn er mit mir spräche, ich würde es doch verstehen, schon weil ich ihn so lieb hab’. —