Karl hob sich aus seinem Fauteuil, in den er sich hineingerekelt hatte — zog seine Uhr — „Neune schon!“

Seine Stimme war erregt. Karl hatte auch heute Abend außer der Familienfeier etwas vor.

Natürlich.

Er ging ein paar Mal im Salon auf und nieder, griff nach der Abendzeitung zum so und so vielten Mal und versank wieder in dem weichen, bequemen Polster, die Hand in seinem dicken Haarschopf vergraben, die Blicke gedankenlos über das Zeitungsblatt hinschweifend. Mit der Spitze seines Fußes klopfte er ungeduldig im Takt auf das Parkett.

So ein harter trockner Ton.

Isolde wurde ganz nervös davon.

Mama sagt: „Heut kommt Papa aber spät. Das Abendessen wird uns verderben.“

Dann saßen alle drei wieder ganz still eine lange Zeit.

„Karl, klopf nicht so mit dem Fuß auf,“ bat Isolde.

Draußen an der Hausthür schellte es auf eine eigentümliche Weise.