Er war bei Emil gewesen, der auswärts wohnte und Emil hatte gerade einige Kameraden auf der Bude gehabt.
Die Mutter seufzte, sie dachte sich ihr Teil.
„Das solltest du doch nicht, bevor du deine Arbeiten gemacht hast, zu Emil gehen. Die setzen dir Gott weiß was in den Kopf, Karl. Studenten sind kein Verkehr für dich.“
„Mama,“ sagte der Bub, „red’ doch net.“
Er sprach nachlässig, schläfrig. Seine Backen sind außerordentlich ausgebildet und engen ihm die Mundwinkel ein, so daß der Mund etwas sonderbar Säuglinghaftes an sich hat, trotz einer gewissen bräunlichen Färbung, die ihn umgiebt und die mit einigen Härchen bepflanzt ist.
„Mulier taceat in ecclesia,“ sagt der Bursche und schiebt ein großes Stück Butterbrot mit Wurst zwischen die Lippen.
„Was hat er gesagt?“ fragt Isolde.
„Das Weib schweige …… und so weiter,“ übersetzt der liebenswürdige Bruder patzig.
„Zur Mutter hast du das gesagt?“ fragt Isolde ganz bleich.
„Bäh!“ macht der Bruder. Und im Nu hat er von Isoldes Hand eine so derbe Ohrfeige, daß seine etwas gelbe Wange stark gerötet ist.