„Ja,“ sagte sie, „ich stehe nicht in Gnaden bei dem Baron.“
„Verehrteste!“ der kleine dicke Baron machte eine wahrhaft entsetzte Bewegung und steckte seinen goldnen Kneifer auf die Nase. „Verzeihung, gnädigste Frau, da muß ich allerdings einen absolut anderen Zusammenhang ……“
„Mußt dich nicht bemühen, lieber Freund.“
Mrs. Wendland stand vor dem Kamin, ihre hohe schlanke Gestalt nachlässig hingelehnt.
Sie schaute mit unergründlichen Augen auf die Gesellschaft. Über ihr lag eine eigentümliche Ruhe, wie sie gewöhnlichen Menschen nicht eigen ist. „Merkwürdigerweise,“ fuhr sie fort, „sagte Lu dasselbe von dir, lieber Baron: Wie kannst du verkehren mit diesen dummen Baron?“
„Mary!“ rief die junge Frau ganz entsetzt.
Mrs. Wendland aber erzählte ruhig weiter: „Ich habe gesagt: Es ist ein alter Liebhaber von mich und ich frag’ ihn: Wo kaufst du das beste Kaiseröl und ob er seine Leute auch Werktags Wein giebt — solche Dinge — aber das ist das Gemütliche nicht wahr, Baron?“
„Du bist heut ja wieder von fabelhafter Freimütigkeit!“
Die junge Frau war tief errötet und etwas nervös geworden.
„Und schließlich, ist denn diese Freimütigkeit so notwendig?“