‚So san die Mannersleut!‘

So sind sie alle, da liegt das ganze „Deutsch“ darin.

Lieber will ich ein Pferd sein, als eine deutsche Frau!“

„Nun, ich dächte, eine schöne Frau darf doch auch in Deutschland reden, wie es ihr gefällt,“ sagt der moderne Schriftsteller, und um seine Lippen spielte ein Lächeln, wie er es in der Gewohnheit hatte, wenn er eine Frau über irgend einen Gegenstand sprechen hörte, auch wenn dieser Gegenstand ihre eigene Persönlichkeit und ihr eigenes Geschlecht gewesen wäre, — ein so nachsichtiges, gnädiges Lächeln.

„O ja, eine schöne Frau kann auch in Deutschland manches thun; aber das liegt auf einem ganz anderen Gebiet.

Ich bewundere die deutsche Frau, daß ihr nicht die Geduld ausging.

Ich würde eine Bombe nehmen und auf die Schlafrock von meinem Mann werfen und auf die Schlafrock von alle Männer, die schreiben und philosophieren und sprechen von die Frau.

Mitten in ihr Dunkel würde ich werfen.“

„Oho! Hochverehrte,“ rief Doktor Frey mächtig. „Deutsche Liebe! Deutsches Weib! Minnesang! Sie thun uns bitter unrecht!“

„Da kommen Sie mit die Mittelalter! — Natürlich, das thun alle deutschen Männer, wenn sie von die Frau reden. Ein deutscher Mann sieht die Frau immer im Mittelalter, auch in solch einem Kostüm. Ich glaube, wenn er von die deutsche Frau spricht, denkt er an eine aus Holz geschnitzte, nie an die lebendige, so wie auf den Titeln von allen deutschen Familienzeitungen zu sehn ist, so kinderlich. Das Naivste, was es in dieser Beziehung giebt, ist der deutsche Mann.