Wenn ich denke an Lu, denke ich, daß sie genagelt ist an ein Kreuz mit tausend Rosen überdeckt, so ganz überdeckt von Rosen — ein Golgatha, ganz in Rosen.

Niemand sieht, daß sie genagelt ist — aber sie ist’s, mit Händen und Füßen, weil sie eine so glückliche Ehe hat, so ein Wunder von einer Ehe. Eine wirklich glückliche Ehe! — Nicht, was man so nennt glückliche Ehe, das ist eine Futterehe, was man im allgemeinen nennt „glücklich“.

Aber Lus Ehe ist in Wahrheit glücklich — und das ist ein großes Unglück.“

Mrs. Wendland ging auf ihre Freundin zu, strich ihr über das Haar. „Arme Lu!“

Frau Lu schlang die Arme um sie und sagte: „Aber wie viel besser es ihm jetzt geht! — Und er arbeitet! Wenn Gott nur einmal ein bissel neutral bleibt.“

„Übrigens, mir fällt ein,“ sagte Mrs. Wendland — „etwas ganz anders: Gestern geh’ ich meinen Spaziergang außerhalb meinem Park und begegne einer deutschen Familie — zwei Männern, Kindern und eine Frau.

Die Kinder liefen voraus und die Frau war zurückgeblieben. Sie hatte ’was an die Füße und war so eine dicke Bürgerin.

‚Schau,‘ sagt die eine Mann zu seinem Begleiter, ‚wie deine Alte nachhatscht.‘ —

‚Na, alter Kachelofen,‘ ruft ihr der Ehemann zu, ‚mach voran!‘

Und die Frau schaut auf mich und lacht so gutmütig und sagt: