— Alles, was niedergehalten war, erwachte — alle Sinne thaten die Augen auf.
Die Liebe, die wie ein unaussprechliches Geheimnis geschwiegen hatte, jauchzte in beider Herzen — und die Dankbarkeit der Freigelassenen, der Sklaven die Herren wurden.
Und die Stimme kam wieder und wieder, festigte den Glauben, die Liebe und die Hoffnung.
Und es verging eine gute Zeit.
Die Stimme versprach und hielt die Hoffnung am Leben.
Aber die gottgesandte Stimme hatte etwas so Spielerisches, Gedankenloses bekommen.
Ja — ja — und: Ja — ja — ja — und dabei blieb es.
Es geschah nichts.
Dann kam eine Zeit, da wurde die Stimme spöttisch, so von oben herab, spielte wie ein Raubtier mit seinem Opfer — und gellte von hartem Spott.
Ein Lachen kam in die Stimme, in der Machtbewußtsein und böses Gewissen wie mit scharfen, mißgestimmten, schrillen Glöckchen klangen — eine Stimme, die aus einem heiligen Gelübde einen tollen Scherz machen wollte.