Sowie ich die Augen geschlossen hab', was durch Gottes Barmherzigkeit recht bald geschehen möge, schick' ich Euch das Mädchen, Ihr Kind, Herr Sohn. Wollen es als solches halten im Angedenken an die Mutter, meine seelige Tochter. Das walte Gott.
Es grüßt Sie, mit vollkommster Ehrerbietung, Herr Sohn und die lieb Frau und die Kinder
In Todesnot und Jammer
Die Großmutter.«
Also die geheimnisvolle Schwester sollte nun kommen!
Und sie würden nun zu »drei« sein!
Diese einfachen Schlüsse erschienen den Ratsmädchen über alles Maß außerordentlich.
Röse schrieb einen langen Brief darüber an ihren Bräutigam Ottokar Thon, der seit geraumer Zeit in Eisenach mit dem Großherzog war und auch noch bleiben mußte, zu Herrn Rat Kirstens ganz besonderer Freude.
Liebesgeschichten im eigenen Hause waren ihm unbequem. Sein Hauswesen sollte wie am Schnürchen gehen.