Ja, was sollte sich nicht alles vor der Kaiserin des Riesenreiches produzieren!

Das winzige Nest wollte ihr zeigen, was es bedeutete, was für Ungeheures, gen Himmel Aufdampfendes in ihm ausgebrütet worden war.

Aber der graziöse Anstand war den guten, fidelen, ungeschickten Weimaranern mühselig und beschwerlich beizubringen.

Seine Excellenz mochte während der Proben oft genug daran gewesen sein, die Hoffnung und die Geduld zu verlieren; denn was die Weimaraner thaten, und wie sie sprachen, war natürlicherweise himmelweit von seinem Ideal entfernt.

Wer das echte »Weimarsch« kennt, der wird verstehen, welche Riesengeduld Seine Excellenz haben mußte, den Weimaranern ihr geliebtes Deutsch in einigermaßen richtigen Lauten beizubringen.

Bei einigen ganz verzweifelten Fällen, natürlich mußte es sich um hübsche junge Weimaranerinnen handeln, soll Seine Excellenz sich in der Verzweiflung mit einem Kuß geholfen haben, von dem er wohl hoffen mochte, daß er begeisternd und reinigend zwischen die arg malträtierten O und A, T und D und G und K, u. s. w. fahren würde.

Ja, es war eine schwere Arbeit, den weimarischen Pomp auf die Beine zu bringen!

Er lag da wie ein wundervoller byzantinischer Kirchengoldbrokat; aber niemand verstand ihn zu tragen.

Einzig und allein Seine Excellenz selbst.

An dem zur Aufführung bestimmten Tage hieß es: »Nu, es wird schon gehen!« wie es schließlich dann immer heißt und heißen muß. –