Die Waben hatte im Kirstenschen Hause alle Hände voll zu thun, – und that alles mit so leichtem, glückseligem Herzen. Sie befand sich wohl, wie eine Amsel im April. Sie wußte zwar kein Wort ihres Anbeters, das direkt von Liebe gehandelt hätte, – aber wozu?
Der Klang seiner Stimme, – die Art, wie er alles sagte, wie er ihr die Hand gab, – das sprach so eine nie gekannte Sprache. Sie wußte sich geliebt! – Ja, sie wußte es!
Das war so überzeugend und wieder so verschwimmend, so unbestimmt, beängstigend.
War es? War es nicht? Täuschte sie sich doch? – Nein, – nein, – nein! Gewiß nicht!
So ging es immer auf und nieder in ihrem Herzen.
Und sie nähte dabei mit fliegender Eile.
Röses Bräutigam war gekommen, und es ging im Hause hoch her.
So eine festliche, leichte Luft war überall zu spüren; so etwas Erregendes und Erregtes. Es erschien Barbara, als wäre sie in eine andere Welt versetzt, zum erstenmal in den Sonnenschein.
Marie sollte bei dem Aufzug als Genius figurieren und hatte auch etwas zu sagen, große, getragene Worte, die sie feierlich und ruhig zu sprechen verstand.