„Keineswegs,“ antwortete van Arckel, „ich erkenne gern an, daß Herr Robert ein unverzagter, mutiger Ritter ist.“

„Wohlan,“ fuhr König von Melinde fort, „Ihr hört es, Feldherr, man tritt Eurer Ehre nicht zu nahe; so bleibt Euch nur noch die Schmach zu rächen, die Frankreich widerfahren ist. Ich rate euch beiden, den Kampf bis auf einen Tag nach der Schlacht zu verschieben. Meine Herren, gebt es nur alle zu: ist mein Rat nicht auf eine weise Vorsicht gegründet?“

„Ja, ja,“ antworteten die Ritter, „es sei denn, daß der Feldherr einem von uns die Gunst erzeigen wollte, den Handschuh für ihn aufzunehmen.“

„Schweigt,“ rief Artois, „davon will ich nichts hören! Herr van Arckel, willigt Ihr in diese Verzögerung?“

„Das geht mich nichts an. Ich habe meinen Handschuh hingeworfen, und der Feldherr hat ihn aufgenommen; er mag also die Zeit festsetzen, ihn mir wiederzugeben.“

„So sei es,“ sprach Robert d'Artois, „wenn die Schlacht nicht bis Sonnenuntergang dauert, werde ich Euch noch am gleichen Abend aufsuchen.“

„Gebt Euch die Mühe nicht,“ antwortete Hugo, „ich werde eher bei Euch sein, als Ihr es denkt.“

Sie riefen sich noch einige Drohungen zu, doch das dauerte nicht lange. Der alte König Sigis unterbrach sie:

„Meine Herren, es ziemt sich nicht, daß Ihr länger darüber sprecht! Laßt uns die Becher noch einmal vollschenken und vergeßt Euren Mißmut. Setzt Euch nieder, Herr van Arckel.“