Solneß. Zu spät. Diese Mächte — diese — diese —

Hilde. Teufelchen —

Solneß. Jawohl, die Teufelchen! Und der Unhold in mir auch. Die haben ihr alles Lebensblut abgezapft. (Er lacht in Verzweiflung.) Meinem Glück zulieb thaten Sie es! Ja freilich! (Schwermütig.) Und jetzt ist sie tot — um meinetwillen. Und ich bin bei lebendigem Leibe an die Tote gekettet. (In wilder Angst.) Ichich, der ein freudeloses Leben nicht tragen kann!

Hilde (geht auf die andere Seite des Tisches hinüber und setzt sich auf die Bank; die Ellbogen auf der Tischplatte ruhend, den Kopf auf die Hände gestützt, sieht sie ihn eine Weile schweigend an). Was werden Sie denn das nächste Mal bauen?

Solneß (schüttelt den Kopf). Glaub nicht, daß es was rechtes mehr wird.

Hilde. Keine so trauliche glückliche Heimstätten für Mutter und Vater? Und für die Kinderschar?

Solneß. Möchte wissen, ob so was vonnöten sein wird hernach.

Hilde. Armer Baumeister! Und da haben Sie volle zehn Jahre daran gearbeitet — das Leben sozusagen darauf eingesetzt — nur darauf.

Solneß. Da haben Sie recht, Hilde.

Hilde (platzt heraus). Ach, wie kommt mir doch das alles so albern vor! Wirklich so albern —!