REBEKKA. Nun, es war doch ganz natürlich, wenn es Sie etwas peinlich berührte, mich, die Fremde, hier auf Rosmersholm schalten und walten zu sehn.

KROLL. Aber wie in aller Welt –!

REBEKKA. Also Sie hegen keine solche Empfindung gegen mich. (Reicht ihm die Hand.) Dank, lieber Rektor! Haben Sie herzlichen Dank!

KROLL. Aber wie in aller Welt sind Sie nur auf einen solchen Gedanken gekommen?

REBEKKA. Da Sie so selten zu uns kamen, begann ich etwas ängstlich zu werden.

KROLL. Da sind Sie aber wirklich ganz gehörig auf dem Holzweg gewesen, Fräulein West. Und zudem, – in der Sache selbst hat sich hier ja gar nichts geändert! Sie, – Sie allein, – leiteten den ganzen Haushalt ja schon in den letzten unglücklichen Lebensjahren der armen Beate.

REBEKKA. Nun, es war wohl mehr eine Art Regentschaft im Namen der Hausfrau.

KROLL. Wie dem auch sei –. Wissen Sie was, Fräulein West, – ich für meine Person würde wirklich nichts dagegen haben, wenn Sie –. Aber 's ist wohl nicht erlaubt, so was zu sagen.

REBEKKA. Was denn?

KROLL. Wenn es sich so fügte, daß .. daß Sie den leeren Platz einnehmen würden –