REBEKKA. Herr Rektor, ich habe den Platz, den ich mir wünsche.
KROLL. Was die Arbeit angeht, allerdings; aber nicht in Bezug auf –
REBEKKA (ihn ernst unterbrechend). Schämen Sie sich, Herr Rektor. Wie können Sie über so etwas scherzen?
KROLL. Ach ja, unser guter Johannes ist vermutlich der Ansicht, vom Ehestande hab er schon mehr als genug zu kosten bekommen. Aber trotzdem –
REBEKKA. Wissen Sie was, – ich könnte fast über Sie lachen.
KROLL. Aber trotzdem –. Sagen Sie mal, Fräulein West –. Wenns gestattet ist, danach zu fragen –. Wie alt sind Sie eigentlich?
REBEKKA. Zu meiner Schande muss ich Ihnen gestehn, Herr Rektor, ich hab schon volle neunundzwanzig hinter mir. Ich geh nun ins dreißigste.
KROLL. Sehr schön. Und Rosmer, – wie alt ist er? Warten Sie mal. Er ist fünf Jahr jünger als ich. Na, ist also gut und gern dreiundvierzig. Mir scheint, 's würde ausgezeichnet passen.
REBEKKA (aufstehend). Jawohl, jawohl. Ganz ausgezeichnet ... Trinken Sie Tee mit uns heut abend?
KROLL. Danke sehr, gewiß. Heut abend gedenk ich hier zu bleiben. Ich hab etwas zu besprechen mit unserm guten Freunde. – Und übrigens, Fräulein West, – damit Sie sich nicht wieder närrische Gedanken in den Kopf setzen: in Zukunft komm ich wieder recht oft zu euch heraus, – so wie in frühern Tagen.