ROSMER. Es ist Ihnen etwas widerfahren, Herr Brendel! Was ists?
BRENDEL. Ah, du hast die Verwandlung bemerkt? Na, – wundert mich nicht. Als ich zum letzten Mal diese Hallen betrat, – da stand ich als reicher Mann vor dir und klopfte mir stolz auf die Brust.
ROSMER. Wieso! Ich versteh nicht recht –
BRENDEL. Aber so wie du mich heute nacht siehst, bin ich ein entthronter König, sitzend auf den Trümmern meines niedergebrannten Schlosses.
ROSMER. Wenn ich Ihnen in irgend einer Weise helfen kann –
BRENDEL. Du hast dir dein Kindergemüt bewahrt, Johannes. Kannst du mir ein Darlehn gewähren?
ROSMER. Jawohl, von Herzen gern!
BRENDEL. Kannst du ein paar Ideale entbehren?
ROSMER. Was sagen Sie?
BRENDEL. Ein paar abgelegte Ideale. Dann tust du ein gutes Werk. Denn nun bin ich blank, mein guter Junge. Gesiebt und gebeutelt.