REBEKKA. Haben Sie Ihre Vorträge nicht gehalten?

BRENDEL. Nein, meine verlockende Dame. Denken Sie: just da ich parat stehe mein Füllhorn auszuschütten, mach ich die schmerzhafte Entdeckung, daß ich bankrott bin.

REBEKKA. Aber all Ihre ungeschriebnen Werke?

BRENDEL. Fünfundzwanzig Jahr hab ich da gesessen wie der Geizhals auf seiner verschlossnen Geldkiste. Und da gestern abend, – als ich öffne und den Schatz hervorholen will, – ist keiner drin! Der Zahn der Zeit hatte ihn zu Staub zernagt. Von der ganzen Herrlichkeit war nichts übrig geblieben, – assolutamente niente.

ROSMER. Aber wissen Sie das auch ganz bestimmt?

BRENDEL. Für Zweifel, mein Liebling, ist hier kein Raum mehr. Der Präsident hat mich davon überzeugt.

ROSMER. Der Präsident?

BRENDEL. Na, meinetwegen – Seine Exzellenz. Tant qu'il vous plaîra.

ROSMER. Aber wen meinen Sie denn?

BRENDEL. Peter Mortensgaard natürlich.