REBEKKA. Nun – und?
BRENDEL. Der Sieg ist ihm sicher. Aber, – wohlgemerkt, – unter einer unerläßlichen Bedingung.
BRENDEL (fasst sie zart am Handgelenk). Daß die Frau, die ihn liebt, fröhlich in die Küche geht und ihren feinen rosaweißen kleinen Finger abhackt, – hier, – just hier am Mittelglied. Item, daß bemeldetes liebendes Weib – wiederum fröhlich – sich dies so unvergleichlich geformte linke Ohr abschneidet. (Lässt sie los und wendet sich zu ROSMER). Leb wohl, Johannes der Siegreiche.
ROSMER. Sie wollen jetzt fort? In der finstern Nacht?
BRENDEL. Die finstre Nacht – das ist noch mein bester Freund. Friede sei mit euch.
(Er geht. – Eine Weile ist es still im Zimmer.)
REBEKKA (atmet schwer auf). Ach, wie dumpf und schwül es hier ist! (Sie geht ans Fenster, öffnet es und bleibt dort stehen.)
ROSMER (setzt sich in den Lehnstuhl am Ofen). Es bleibt uns wohl nichts andres übrig, Rebekka. Ich sehs. Du mußt reisen.
REBEKKA. Ja, ich habe keine andre Wahl.