ROSMER. Der Mann muß seinem Weibe folgen, wie das Weib dem Manne.

REBEKKA. Ja, das sage mir erst. Folgst du mir? Oder folg ich dir?

ROSMER. Das werden wir nie ganz ergründen.

REBEKKA. Ich möcht es doch gern wissen.

ROSMER. Wir folgen einander, Rebekka. Ich dir, und du mir.

REBEKKA. Das glaub ich fast auch.

ROSMER. Denn nun sind wir beiden eins.

ROSMER. Ja. Nun sind wir eins. Komm! Wir gehn fröhlich.

(Sie gehen Hand in Hand durch das Vorzimmer hinaus. Man sieht, dass sie sich nach links wenden. Die Tür bleibt hinter ihnen offen. – Das Zimmer bleibt eine kleine Weile leer. Dann wird die Tür rechts von FRAU HILSETH geöffnet.)

FRAU HILSETH. Fräulein, – nu ist der Wagen –. (Sieht sich um.) Nicht hier? Um diese Zeit zusammen aus? Na, sowas, – da muß ich doch sagen –! Hm! (Geht ins Vorzimmer, sieht sich um und kommt wieder herein.) Auch nicht auf der Bank. Ach nein, nein. (Tritt ans Fenster und blickt hinaus.) Jesus Christus! Das Weiße dort –! – Ja, wahr und wahrhaftig, stehn beide auf dem Steg! O, die sündigen Menschen! Gott verzeih ihnen! Schlingen die Arm um 'nander! (Schreit laut auf.) Ha! – hinab – alle beide! Hinab in die Flut! Hülfe! Hülfe! (Die Knie schlottern ihr, sie hält sich zitternd an der Stuhllehne fest und vermag die Worte kaum hervorzubringen.) Nein. Da ist keine Rettung möglich ... Die selige Frau hat sie geholt.