REBEKKA. Ja, danke. So gegen Morgen –
ROSMER. Ich weiß nicht, wies kommt, aber seit langer Zeit ist mir nicht so leicht ums Herz gewesen wie jetzt. Ach, es ist wirklich gut, daß ich mich endlich ausgesprochen habe.
REBEKKA. Ja, Rosmer, du hättest nicht so lange schweigen sollen.
ROSMER. Ich begreife selbst nicht, daß ich so feige sein konnte.
REBEKKA. Nun, Feigheit wars eigentlich nicht –
ROSMER. O doch, doch, liebe Rebekka. Wenn ich der Sache auf den Grund seh, etwas Feigheit war doch mit im Spiel.
REBEKKA. Um so mehr Mut gehörte dazu, den Knoten zu zerhauen. (Setzt sich zu ihm auf einen Stuhl neben dem Schreibtisch.) Aber nun muß ich dir von etwas erzählen, das ich getan habe, – und das du mir nicht übel nehmen mußt.
ROSMER. Übelnehmen? Liebste, wie kannst du glauben –?
REBEKKA. Ja; denn vielleicht wars etwas eigenmächtig von mir gehandelt; aber –
ROSMER. Na, so laß hören.