ROSMER. Ja ja. Das weiße Roß, – davon sprach sie so oft.

KROLL. Und als ich ihr diese trüben Gedanken auszureden suchte, gab sie nur zur Antwort: »Ich habe nicht lange mehr Zeit. Denn nun muß Johannes sich bald mit Rebekka verheiraten.«

ROSMER (fast sprachlos). Was sagst du da –! Ich mich verheiraten mit –!

KROLL. Es war an einem Donnerstag nachmittag ... Samstag abend stürzte sie sich vom Steg hinab in den Mühlbach.

ROSMER. Und du hast uns nicht einmal gewarnt –!

KROLL. Du weißt selber, wie oft sie sagte, nun müsse sie gewiß bald sterben.

ROSMER. Das weiß ich. Aber trotzdem –; es war deine Pflicht, uns zu warnen.

KROLL. Ich hatt auch die Absicht. Aber da wars schon zu spät.

ROSMER, Aber warum hast du denn nicht später –? Warum hast du mir dies alles verschwiegen?

KROLL. Was hätt es genützt, dich noch mehr aufzuregen und zu peinigen? Ich hielt ja das alles für lauter leere wilde Wahnvorstellungen ... Bis gestern abend.