ROSMER. Also jetzt nicht mehr?

KROLL. Sah Beate nicht mit vollkommen klaren Augen, als sie sagte, du würdest dem Glauben deiner Väter untreu werden?

ROSMER (starrt vor sich hin). Ja, das versteh ich nicht. Das ist mir das unbegreiflichste, was ich mir denken kann.

KROLL. Unbegreiflich oder nicht, – so verhält es sich nun einmal. Und jetzt frag ich dich, Rosmer, – wie viel Wahrheit liegt in ihrer zweiten Anklage? In der letzten, mein ich.

ROSMER. Anklage? War denn das eine Anklage?

KROLL. Du hast vielleicht nicht auf den Wortlaut geachtet. Sie wolle fortgehn, sagte sie –. Warum? Nun?

ROSMER. Damit ich Rebekka heiraten könnte –

KROLL. Ganz so lauteten ihre Worte nicht. Beate drückte sich anders aus. Sie sagte: »Ich habe nicht lange mehr Zeit. Denn nun muß Johannes sich bald mit Rebekka verheiraten.«

ROSMER (sieht ihn eine Weile an; dann erhebt er sich). Jetzt versteh ich dich, Kroll.

KROLL. Nun .. und –?... Was antwortest du?