Ich dachte an meine Heimat, an die Mutter, an die Freunde. Wie fern war alles. Ich dachte an mich selbst, an Kampf und Sehnsucht meines Lebens. Auch dies war fern. Nichts mehr war. Nur dies Schweben, dies Hinabdämmern. – –

Percy hatte die Augen geschlossen. Er sah aus, als ob er schliefe. Über seinen Zügen lag der Duft des Mondes .. lag ein Lächeln, das nur die Seele der Dichter kennt.

Angelina hob die Hand vor die Augen und sah nach der Küste.

»Wo sind wir?« fragte sie die Schiffer.

»Auf der Höhe des Kap Mongerbino. Es sind anderthalb Stunden verflossen seit der Abfahrt.«

Der Mond stand silbern auf den Hügeln und löste das Gestein in bronzene Schatten auf. Die Häuser eines kleinen Dorfes glänzten in grünem Atlas.

»Wenn wir die Barke hier ruhen ließen?« meinte Margerita.

Percy öffnete seine Augen und lächelte, während seine dunkle Stimme ganz leise einsetzte:

»La barque dort, dormez mes longues peines,
Restons bercés par l'onde du silence ..
O douce nuit d'amour, nuit de clémence,
O nuit d'oubli .. Faut-il mourir, ma Reine?«

*