Sie sprang die Treppe hinauf und entschwand den Augen des Ritters. Er stand wie eine Bildsäule da, dann rieb er sich die Augen, wie jemand, der aus dem Schlafe erwacht.
Sein Blut kam in Wallung, er griff nach dem Schwert und rief mit furchtbarer Stimme:
»Wehe dem Verräter!« —
Eine Viertelstunde später jagte er nach Warschau in solcher Eile, daß ihm der Wind um die Ohren heulte und die Schollen unter den Hufen seines Pferdes aufflogen.
Der Truchseß und seine Gattin, auch Sagloba sahen ihn davonreiten, und eine große Unruhe erfaßte ihre Herzen. Sie sagten sich gegenseitig durch Blicke, was geschehen sei, und wohin er wohl reite.
»Großer Gott!« rief die Frau Truchseß, »er zieht noch in die wilden Felder, und ich sehe ihn nicht wieder!«
»Oder er schließt sich ins Kloster ein nach dem Beispiel dieser Närrin drinnen,« sagte der verzweifelte Sagloba.
»Hier heißt es, guten Rat schaffen,« fügte der Truchseß hinzu.
Da öffnete sich die Tür, und Bärbchen stürzte wie ein Sturmwind ins Zimmer, bleich, erregt, die Hände vor den Augen, trampelte mitten im Zimmer wie ein kleines Kind mit den Füßen und begann zu kreischen: