»Antworte und frage nicht,« sagte drohend der kleine Ritter.
»So gebe ich folgende Antwort: Verrat habe ich nicht geplant, Mitwisser habe ich nicht gehabt, und wenn ich welche hatte, so sind es solche, die ihr, meine Herren, nicht richten werdet.«
Bei diesen Worten knirschten die Soldaten mit den Zähnen, und einige drohende Stimmen wurden laut.
Demütiger, du Hundesohn, demütiger! Du stehst vor Männern, die würdiger sind als du!
Asya sah sie mit einem Blick an, aus dem kalter Haß leuchtete.
»Ich weiß, was ich dem Herrn Kommandanten schuldig bin, als meinem Vorgesetzten,« antwortete er und verneigte sich zum zweiten Male vor Wolodyjowski, »ich weiß auch, daß ich leichter wiege als die Herren, darum suche ich ihre Gemeinschaft nicht. Ew. Liebden« — hier wandte er sich zu dem kleinen Ritter — »haben mich nach Mitwissern gefragt; zwei habe ich bei meiner Arbeit: der eine ist der Herr Truchseß von Nowogrod, Bogusch, und der zweite ist der Groß-Hetman.«
Bei diesen Worten gerieten alle in großes Erstaunen, und eine Weile herrschte Schweigen.
Endlich sagte Wolodyjowski: »Wie kommt das?«
»Das kommt daher,« antwortete Asya, »daß zwar Krytschynski, Morawski, Tworowski, Alexandrowitsch und alle anderen zur Horde übergegangen sind und dem Vaterlande viel Böses getan, vielleicht auch, daß sich ihr Gewissen geregt hat. Genug, der Name Verräter ist ihnen lästig geworden. Der Herr Hetman weiß darum und hat dem Herrn Bogusch, auch Herrn Myslischewski aufgetragen, sie wiederum unter die Fahnen der Republik zurückzuführen. Bogusch aber hat mich dazu ausersehen und mir befohlen, mich mit Krytschynski ins Einvernehmen zu setzen. Ich habe im Quartier Briefe von Herrn Bogusch, die ich vorzeigen kann, und welchen Ew. Liebden mehr Glauben schenken werden als meinen Worten.«
»Gehe mit Herrn Snitko nach jenen Briefen und bringe sie sofort.«