»Das eben ist's, das ist's. Du kannst nicht mehr nach der Krim zurück, du müßtest denn deinen Glauben aufgeben; da du damit auch dein Seelenheil aufgäbest, so könnte dich kein irdisches Glück, keine Würde dafür entschädigen. Eigentlich bist du sowohl Herrn Nienaschyniez wie Herrn Nowowiejski Dankbarkeit schuldig, denn der eine hat dich unter den Heiden aufgelesen, und der andere hat dich im wahren Glauben erzogen.«

Darauf versetzte Asya: »Ich weiß, daß ich ihnen Dankbarkeit schulde, und ich will mich bemühen, ihnen zu vergelten. Ihr habt recht, wenn Ihr sagt, daß ich viele Wohltäter hier gefunden habe.«

»Du sprichst das so, als ob du es bitterböse meintest, zähle doch selbst einmal diejenigen, die dir geneigt sind.«

»Der Hetman und Ihr in erster Reihe, das werde ich bis in den Tod wiederholen; wer sonst noch, das weiß ich nicht ...«

»Der hiesige Kommandant! Glaubst du, er würde dich in irgend jemands Hände ausliefern, auch wenn du nicht Tuhaj-Beys Sohn wärest? Und sie, die Herrin! Ich habe doch gehört, was sie beim Nachtmahl von dir sagte ... bah, und noch vorher, als Nowowiejski dich erkannte, trat sie alsbald für dich ein. Für sie tut Michael alles, und eine Schwester kann ihren Bruder nicht mehr lieben als sie dich. Während der ganzen Abendmahlzeit war dein Name beständig in ihrem Munde.«

Der junge Tatar senkte plötzlich den Kopf und blies in den Becher seines heißen Getränks. Dabei nahm sein Gesicht, da er die bläulichen Lippen aufblies, einen so tatarischen Ausdruck an, daß selbst Bogusch sagte:

»Bei Gott, wie bist du doch in diesem Augenblick dem alten Tuhaj-Bey ähnlich, das übersteigt alle Vorstellungen! Ich habe ihn doch sehr gut gekannt, ich habe ihn oft gesehen am Hofe des Khans und im Felde, an die zwanzigmal wohl war ich in seiner Residenz.«

»Segne Gott die Gerechten, und treffe die Pest die Verräter!« antwortete Asya, »es lebe der Hetman!«

Bogusch stürzte seinen Becher hinunter und sagte: