»Ich.«
» — Wie?«
»Ich bin der Sohn des Tuhaj-Bey.«
»Lieber Asya,« sagte Bogusch nach einer Weile, »ich will nicht leugnen, daß sie deine Herkunft und deinen Ruhm achten können, obwohl es unsere Tataren sind, und Tuhaj-Bey unser Feind war; solche Dinge begreife ich, denn auch unter uns gibt es Edelleute, die mit einem gewissen Stolze erzählen, daß Chmiel von Adel war, und nicht von den Kosaken, sondern von unserem Volk abstammte, von den Masuren ... Nun, er war doch gewiß ein Schurke, wie es in der Hölle keinen größeren gibt, aber da er ein berühmter Krieger war, so erkennen sie ihn gern an. So ist die menschliche Natur. Daß aber deine Herkunft von Tuhaj-Bey dir ein Recht geben sollte, allen Tataren zu befehlen, dafür sehe ich keinen vernünftigen Grund.«
Asya schwieg eine Weile, dann stemmte er die Ellbogen gegen die Schenkel und sagte:
»So will ich Euch sagen, Herr Truchseß, warum Krytschynski mir gehorcht, und warum die anderen mir gehorchen. Nicht allein, daß sie einfache, glückliche Tataren sind, und ich ein Fürst, es ist noch anders: in mir wohnt Klugheit und Macht ... das wißt Ihr nicht, das weiß auch der Herr Hetman nicht.«
»Welche Klugheit, welche Macht?«
»Das kann ich nicht sagen,« antwortete Asya in ruthenischer Mundart. »Warum bin ich zu Dingen bereit, zu welchen kein anderer sich erkühnen würde? Warum habe ich Pläne gefaßt, die kein anderer fassen würde?«
»Was sagst du, was für Pläne?«