»Und Ihr seid sehr verliebt?«
»Wahnsinnig!« rief Tuhaj-Beys Sohn mit leiser, aber heiserer, dem Krächzen des Raben ähnlicher Stimme.
Und sie tanzte weiter, unmittelbar hinter Nowowiejski, der jetzt als erstes Paar tanzte. Die anderen hatten ihre Tänzerinnen schon gewechselt, dieser aber tanzte noch immer mit Sophie. Von Zeit zu Zeit nur ließ er sie auf die Bank nieder, damit sie Atem schöpfe, dann stürzte er sich von neuem in den Wirbel.
Endlich machte er vor der Musikkapelle Halt, umfaßte Sophie mit der einen Hand, die andere stemmte er in die Seite und rief den Musikanten zu:
»Einen Krakowiak! Spielt auf, Musikanten!«
Sie gehorchten dem Befehl und fiedelten drauf los. Nowowiejski schlug mit den Füßen auf und sang mit machtvoller Stimme:
Tausend helle Bächlein
Hin zum Dniestr streben,
Wie zu dir mein Herze strebt,
Mein geliebtes Leben!
U-ha!
und dieses Uha schrie er so kosakenmäßig, daß Sophiechen erschreckt zusammenfuhr. Auch der ernste Nawiragh, der in der Nähe stand, erschrak, die beiden gelehrten Anardraten erschraken, Nowowiejski aber führte den Tanz weiter, flog zweimal im Gemache herum, stellte sich dann vor die Musik hin und sang so weiter:
Und in Dniestrs Fluten
Taucht das arme Dinglein,
Bis es aus der Tiefe
Fischt das goldne Ringlein!
U-ha!