Als Bärbchen das hörte, klatschte sie in die Hände und stürmte hüpfend zu ihrem Manne. Ihr folgte Evchen, und hinter dieser warf sich auch Asya mit einem wahnsinnigen Ausbruch der Freude zu seinen Füßen, so daß der kleine Ritter sich ihrer kaum erwehren konnte.

»Laßt mich,« sagte er, »was soll das heißen? Wenn man Menschen helfen kann, so fällt es einem schwer, nicht zu helfen, man müßte geradezu ein Herz von Stein haben; ich aber bin kein Tyrann. Du, Bärbchen, komm mir nur schnell wieder zurück, mein Lieb, und du, Asya, sorge mir gut für sie, auf diese Weise dankt Ihr mir am besten. Nun, nun laßt mich!«

Dann fügte er heiterer, um sich Mut zu machen, hinzu:

»Das Schlimmste ist dieses Weibergeheul; wenn ich Tränen sehe, bin ich ein verlorener Mann. Und du, Asya, sollst nicht nur mir und meiner Frau danken, sondern auch dem Fräulein, die wie ein Schatten hinter mir hergegangen ist, und mir ihr Leid beständig vor Augen gehalten hat. Du mußt ihr solche Liebe vergelten!«

»Ich will ihr vergelten, ich will ihr vergelten!« antwortete Asya mit seltsamer Stimme, und er griff dabei Evchens Hände, und küßte sie mit solcher Leidenschaft, daß man meinen konnte, er wolle sie beißen.

»Michael,« rief plötzlich Sagloba, auf Bärbchen zeigend, »was werden wir hier beginnen ohne dies Kätzchen?«

»Nun, es wird schlimm sein,« versetzte der kleine Ritter, »wahrhaftig, sehr schlimm.«

Dann fügte er leiser hinzu:

»Aber vielleicht wird Gott der Herr die gute Tat später segnen ... versteht Ihr mich? ...«