Sagloba war nur im Zweifel, ob dieser, den selbst die Magnaten mit dem Titel »Herr« beehrten, bei seinem Reichtum für einen beliebigen Preis in eine solche Wüste werde kommen wollen.

Er überlegte eine Weile, dann sagte er:

»Die gerechte Rache wird an diesem Erzhund nicht vorbeigehen, ich verspreche es euch, und er wird gewiß lieber sehen, daß ihm der König Rache schwört als Sagloba. Aber ich weiß nicht, ob er noch am Leben ist, denn die Herrin hat ihm, da sie sich seinen Händen entriß, mit dem Schaft seiner Pistole gerade in den Kopf geschlagen. Jetzt aber ist nicht Zeit, daran zu denken, erst gilt es, die Herrin zu retten.«

»Und koste es unser Leben,« versetzte Luschnia, und wieder ging ein Gemurmel durch die Menge, um die Worte des Wachtmeisters zu bekräftigen.

»Höre, Luschnia,« sagte Sagloba, »in Kamieniez wohnt ein Medikus namens Rodopul; eile zu ihm, sage ihm, der Herr General von Podolien habe sich vor der Stadt den Fuß verrenkt und harrt seiner Hilfe; wenn er jenseits der Mauer ist, so fasse ihn beim Kragen, setze ihn aufs Pferd oder stecke ihn in einen Sack und bringe ihn nach Chreptiow. Ich werde auf verschiedenen Stationen Pferde bereit halten lassen, damit Ihr ohne Unterbrechung reitet; sorge nur, daß er lebendig hier ankommt, denn tot könnte er uns nichts nützen.«

Ein Gemurmel der Befriedigung ging durch die Reihen; Luschnia schüttelte seinen mächtigen Schnauzbart und sagte: »Ich will ihn schon bekommen, und ich verliere ihn nicht bis Chreptiow.«

»So mach' dich auf den Weg.«

»Ich bitte Ew. Liebden ...«

»Was noch?«

»Und wenn er mir ohnmächtig wird?«