»Laß ihn, wenn er nur lebendig herkommt. Nimm sechs Leute und mach' dich auf den Weg.«

Luschnia eilte. Die anderen, froh, etwas für die »Herrin« tun zu können, stürzten in die Ställe, um die Pferde zu satteln, und in wenigen Minuten rückten sechs Mann nach Kamieniez aus; ihnen folgten andere mit losen Pferden, die sie unterwegs bereit halten wollten.

Sagloba kehrte, zufrieden mit sich, in das Gastzimmer zurück.

Nach einer Weile trat Michael aus dem Alkoven. Er war verändert, halb abwesend, gleichgültig gegen Worte der Teilnahme und des Trostes. Er teilte Sagloba mit, daß Bärbchen beständig schlafe, dann ließ er sich auf die Bank nieder und blickte scheu nach der Tür, hinter der sie lag. Die Offiziere glaubten, er horche auf, darum hielten sie alle den Atem an, und es herrschte im Zimmer eine lautlose Stille.

Nach Verlauf einiger Zeit näherte sich Sagloba auf den Zehen dem kleinen Ritter.

»Michael,« sagte er, »ich habe einen Medikus aus Kamieniez holen lassen, aber ... aber vielleicht soll man noch jemand holen?«

Wolodyjowski blickte starr vor sich hin, er suchte seine Gedanken zu sammeln. Er hatte offenbar nichts begriffen.

»Den Geistlichen,« sagte Sagloba. »Priester Kaminski könnte bis morgen hier sein.«

Da schloß der kleine Ritter die Augen, wandte das bleiche Gesicht zum Kamin und wiederholte schnell: