»Erbarmen!« rief Eliasewitsch, ein alter Lipker aus Chreptiow. »Ich will Euch alles sagen, was meine Augen gesehen haben.«
Luschnia sah den Kommandanten fragend an, ob er trotz dieses Versprechens seine Drohung ausführen solle; aber dieser winkte mit der Hand und sagte zu Eliasewitsch:
»Sprich, was hast du gesehen?«
»Wir sind unschuldig, Herr,« antwortete Eliasewitsch, »wir gingen auf Kommando. Unser Mirza hat Ew. Liebden Schwester Herrn Adurowitsch geschenkt, der sie bei sich im Zelte hatte; ich habe sie auf dem Kantschukarischen Felde gesehen, wie sie mit dem Eimer nach Wasser ging, und ich half ihr tragen, denn sie war schwanger ...«
»Wehe!« flüsterte Nowowiejski.
»Das andere Fräulein hat unser Mirza selbst im Zelte gehabt; wir haben sie nicht so oft gesehen, wir haben sie aber manchmal schreien hören, denn der Mirza schlug sie, wenn er sie auch zur Wollust bei sich hatte, täglich mit dem Ochsenziemer und stieß sie mit den Füßen ...«
Nowowiejskis Lippe bebte, Eliasewitsch hörte kaum seine Frage:
»Wo sind sie jetzt,«
»Nach Stambul verkauft.«
»An wen?«