»Ein tüchtiges Fußvolk; das stürmt gegen das Feuer wie ein Wildschwein! — aber doch nicht halb so tüchtig wie die Schweden.«

»Und doch haben sie eine Salve abgefeuert, als ob es Nußknacken wäre,« versetzte der Kämmerer.

»Das geschah zufällig, nicht durch ihre Disziplin, denn in der Regel halten sie keine Übungen ab. Das war die Garde des Sultans, diese exerziert noch ein wenig; außer ihnen gibt es aber noch irreguläre Janitscharen, die sind weit schlimmer.«

»Wir haben ihnen ein pro memoria gegeben. Gelobt sei Gott, daß wir mit einem so schönen Siege diesen Krieg eröffnen!«

Aber der erfahrene Herr Michael war anderer Ansicht.

»Das ist ein unbedeutender Sieg, kein schöner,« antwortete er. »Gut ist er zur Hebung des Mutes bei den weniger erfahrenen Leuten und bei den Einwohnern, andere Folgen aber wird er nicht haben.«

»Glaubt Ihr nicht, daß dies den Mut der Heiden schwächen wird?«

»Nein,« sagte Michael.

Unter solchem Gespräche waren sie in die Stadt gelangt, wo ihnen die beiden gefangenen Janitscharen, die Michaels Schwert unter den Sonnenblumen zu entrinnen hofften, vorgeführt wurden. Der eine war leicht verwundet, der zweite ganz heiter und voll hohen Mutes. Der kleine Ritter befahl Makowiezki, ihn auszuforschen, denn obwohl er selbst das Türkische gut verstand, sprach er es doch nicht geläufig. Makowiezki befragte ihn also, ob der Sultan in eigener Person schon in Chozim sei, und in welcher Zeit er nach Kamieniez zu kommen gedenke.