»Was soll geschehen? Mea culpa denn, gut, wie läßt sich die Sache wieder gut machen?« fragte der Bischof.

»Gut machen?« wiederholte Michael.

Er sann ein wenig nach, dann hob er heiter den Kopf empor. »Nun es geht, folgt mir, meine Herren.«

Er ging, die Offiziere folgten ihm; eine Viertelstunde später erbebte Kamieniez von dem Donner der Kanonen. Michael machte mit den Freiwilligen einen Ausfall gegen die in den Gräben schlafenden Janitscharen und hieb unter sie, bis sie auseinanderstoben und nach der Wagenburg flohen.

Dann kehrte er zum General zurück, bei dem er noch den Bischof von Landskron traf.

»Ehrwürden,« sagte er freudig, »es ist gut gemacht!«

Die ganze Nacht hindurch wurde geschossen, wenn auch mit starken Unterbrechungen. In der Morgendämmerung wurde gemeldet, einige Türken ständen am Schlosse und wünschten, daß man ihnen jemand zu Verhandlungen entgegenschicke; man mußte auf alle Fälle erfahren, was sie wollten, und darum bestimmten die Oberen im Rate Herrn Makowiezki und Herrn Myslischewski, sich mit den Heiden zu verständigen.

Einen Augenblick später schloß sich ihnen Kasimir Humiezki an, und sie gingen hinaus. Drei Türken waren da: Muktar-Bey, Salomi, der Pascha von Rustschuk und Kosra, der Dolmetsch, als dritter. Sie trafen sich unter freiem Himmel hinter dem Schloßtor. Als die Türken die Abgesandten erblickten, begannen sie zu grüßen, indem sie gleichzeitig die Fingerspitzen an Herz, Mund und Stirn legten; die Polen begrüßten sie höflich und fragten, was sie brächten. Salomi sagte: »Meine Teuren, unserem Herrn ist ein großes Unrecht geschehen, das alle, welche Gerechtigkeit lieben, beweinen müssen, und für welches der Ewige euch bestrafen wird, wenn ihr es nicht bald gut macht. Habt ihr doch selbst Juriza abgeschickt, der vor unserem Vezier das Knie beugte und ihn um Waffenstillstand bat; und als wir dann, eurer Tugend vertrauend, die Verschanzung verließen, habt ihr die Geschütze gegen uns gerichtet, habt einen Ausfall aus den Mauern gemacht und den Weg mit Leichen gesäet bis zu dem Zelte des Padischah. Dies Vergehen kann nicht ohne Strafe bleiben, es sei denn, daß ihr sogleich Schloß und Stadt übergebt und Reue und Schmerz zeiget.«

Darauf antwortete Makowiezki: