Der kleine Ritter zuckte die Achseln.

»So wahr ich Gott liebe, wenn sie die Stadt nicht übergeben, — ich will mich ein Jahr lang verteidigen.«

»Warum schießt Ihr nicht? Das hat die Leute erschreckt und darum sprechen sie von Übergabe.«

»Wir schießen nicht, weil wir damit beschäftigt sind, Handgranaten unter den Feind zu werfen, die den Mineuren große Verluste bringen.«

»Hör' Michael, habt Ihr im Schlosse solche Verteidigungsmittel, daß Ihr auch hinter das Reußentor schießen könnt? Wenn nämlich, was Gott verhüte, die Türken den Damm durchbrechen, so gelangen sie ins Tor. Ich bewache es aus allen Kräften, aber mit Bürgern allein, ohne Soldaten, bring' ich's nicht fertig.«

Da versetzte der kleine Ritter:

»Gräme dich nicht, teurer Bruder, ich habe schon fünfzehn Kanonen nach dieser Seite gerichtet; auch um das Schloß seid beruhigt. Wir werden nicht bloß uns verteidigen, sondern, wenn nötig, auch Euch Hilfe an die Tore schicken.«

Als Makowiezki das hörte, freute er sich sehr und wollte schon davongehen, als der kleine Ritter ihn zurückhielt und noch fragte:

»Höre, du bist doch häufiger dort bei den Beratungen: wollen sie uns nur auf die Probe stellen, oder denken sie wirklich daran, Kamieniez in die Hände des Sultans zu liefern?«

Makowiezki senkte den Kopf.