»In einer Stunde bin ich zurück,« sagte Ketling und sprengte davon.
Herr Michael und Muschalski machten nun einen Gang um die Mauer.
An drei Stellen wurden Granaten geworfen, und an drei Stellen hörte man die Minenarbeiten. Auf der linken Seite des Schlosses leitete Luschnia die Arbeit.
»Wie geht es hier?« fragte Michael.
»Schlimm, Herr Kommandant,« antwortete der Wachtmeister, »die Hunde sitzen schon im Felsen, und kaum, daß mal einem beim Eingang das Fell gestreift wird. Wir haben nicht viel ausgerichtet ...«
An den anderen Stellen stand es noch schlimmer, um so schlimmer, als der Himmel umwölkt war, und ein Regen niederging, der die Zünder der Granaten feucht machte, auch hinderte die Dunkelheit die Arbeiten.
Herr Michael führte Muschalski ein wenig auf die Seite, plötzlich blieb er stehen und sagte:
»Was meint Ihr, wenn wir versuchten, diese Maulwürfe in ihren Höhlen zu erwürgen.«
»Das ist, glaube ich, der sichere Tod, denn ganze Regimenter von Janitscharen decken sie. Doch — versuchen wir's!«
»Wohl wahr, die Regimenter decken sie, aber die Nacht ist sehr dunkel, und sie sind leicht in Verwirrung zu bringen. Überlegt nur, in der Stadt denken sie an Übergabe, — weshalb? Sie sagen: die Minen sind unter unseren Füßen, ihr werdet euch nicht halten. So würden wir ihnen die Mäuler stopfen, wenn wir noch heute nacht hinmeldeten: Es gibt keine Mine mehr. Das lohnt wohl, sein Leben aufs Spiel zu setzen, — oder etwa nicht?«