»Viele von ihnen stammen aus den äthiopischen Ländern,« antwortete Ketling, »oder aus anderen, wo der Pfeffer wächst, und die frißt jeder Frost auf; zwei Monate halten wir im schlimmsten Falle sogar unter Stürmen aus. Es ist auch unmöglich, daß kein Ersatz komme; endlich muß die Republik erwachen, und wenn auch der Hetman keine große Heeresmacht sammelt, so wird er die Türken im Kleinkrieg reizen.«

»Ketling, ich glaube, unsere Stunde ist noch nicht gekommen.«

»Das steht in Gottes Hand; aber auch ich glaube, dazu kommt es noch nicht.«

»Es müßte denn einer von uns fallen, wie Muschalski, — ja, was kann man dagegen tun? ... Schmerzt mich sehr, Muschalskis Tod, wenn er auch wie ein Held gefallen ist.«

»Gebe uns Gott keinen schlechteren Tod, nur jetzt noch nicht, denn ich sage dir, Michael, es wäre mir leid um ... Christine.«

»Ja, und mir um Bärbchen ... Nun, wir tun, was in unseren Kräften steht, die göttliche Barmherzigkeit waltet über uns. Ich bin hocherfreut im Herzen, ich muß auch morgen etwas Bedeutendes unternehmen.«

»Die Türken haben hölzerne Schutzwehren aus Bohlen auf den Schanzen errichtet; ich habe mir ein Mittel erdacht, wie es zum Anzünden der Schiffe benutzt wird. Die Lappen werden schon mit Pech getränkt, und ich trage Hoffnung, daß morgen bis zum Mittag all ihre Arbeiten in Flammen aufgegangen sind.«

»Ha,« sagte der kleine Ritter, »so wage ich einen Ausfall; bei dem Brande entsteht ohnehin Verwirrung, und es wird ihnen gar nicht in den Sinn kommen, daß ein Ausfall am hellen, lichten Tage unternommen werden könnte. Es kann morgen noch besser kommen als heute, Ketling.«

So sprachen sie, das Herz von Freude erfüllt; dann begaben sie sich zur Ruhe, denn sie waren sehr müde. Aber der kleine Ritter hatte noch nicht drei Stunden geschlafen, als ihn der Wachtmeister Luschnia weckte.

»Herr Kommandant, es gibt Neuigkeiten,« sagte er.