Als Jim 25 Jahre alt war, schickte ihm dieser Bruder aus Südafrika einen Diamanten. Sofort machte sich Jim auf und fuhr nach Kapstadt. Er war klein, schlank, beinahe zart, aber er hatte das Herz eines Löwen.
Er begab sich nach den Diamantengruben und wurde bald einer der populärsten Leute in Kimberley.
Er war ein geschickter Chirurg. Seine Praxis wuchs schnell. Bald verdiente er fünftausend Pfund jährlich.
Er war ein lustiger Verschwender,
ein Kartenspieler, der alles bis auf seine Hosen setzte, Sportsmann und ein Wagehals.
Vielleicht wäre er nie etwas anderes geworden, hätte er Rhodes nicht getroffen.
Er und Rhodes waren 22 abenteuerreiche Jahre lang Freunde — Genossen — Gesellschafter fürs Leben. Rhodes war der Denker, und Jameson war der Täter. Rhodes hatte das Hirn, und Jameson hatte die Zunge und Faust.
Es war eine seltsame Zusammenstellung — der große und der kleine Mann. Der große Mann machte die Pläne, und der kleine Mann führte sie aus.
Rhodes wollte dem britischen Weltreich das große zentrale Rückgrat Afrika einfügen. Er konnte weder vom Parlament noch von Downingstreet Hilfe bekommen. So bekam er sie von Jameson.
Nördlich von Kimberley liegt das unermeßliche Land des Matabelevolkes. Ein Riese namens Lobengula beherrschte es — ein riesiger Neger, der über zwei Zentner wog. Er war so groß wie drei »Dr. Jims«.